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Die Magie von heute

Splitter

Natur
Ein Splitter ist fossile Magie. Er ist die konkrete Darstellung der Inspiration, die das flamboyante Harmundia bedeckte. Splitter haben eine kupferne Färbung, und ab und zu sind goldene Furchen eingeprägt. Splitter können an soliden Stellen gefunden werden, wie etwa in der Knochenstruktur der Tänzer, in Überresten und Relikten.
Ein Splitter ist das widerstandsfähigste Material, das bekannt ist. Es kann durch magisches Feuer in speziellen Schmieden und sogar durch die Flamme eines Inspirierten geschmolzen werden. In flüssigem Zustand erinnert die Beschaffenheit der Splitter sehr an jene von Quecksilber. Die Substanz zu schmieden, verlangt spezifisches Wissen und meisterliches Können, denn es kann nicht nur all seine speziellen Eigenschaften verlieren, sondern auch unkontrollierbare spontane Reaktionen während des Bearbeitungsprozesses erzeugen.

Emotionen
Jeder Splitter beinhaltet drei Emotionen:
Die primäre Emotion: Dies ist die fossile Darstellung einer Emotion aus der Zeit der Eklipse, von einem oder mehreren Inspirierten. Diese Emotion ist nicht immer aktiv und mag all ihre Kraft mit der Zeit verloren haben. Man würde allgemein auf einen Splitter des Muts oder des Hasses verweisen, wenn von der primären Emotion gesprochen wird. Der Träger reagiert abhängig vom Wert seines Splitters unterschiedlich.
Die zwei sekundären Emotionen: Sie sind selten und für gewöhnlich nur präsent, wenn eine Emotion in bestimmten Situationen mit einem Überrest oder Relikt intensiv verbunden ist. Das Schwert eines Königs könnte zum Beispiel Mut als primäre Emotion haben, und seine sekundären Emotionen könnten Furcht vor dem Dämon, den es bekämpfte, und Hass auf seinen Feind sein. Diese sekundären Emotionen sind aber nur zu spüren, wenn der Inspirierte in einer vergleichbaren Situation ist. Im obigen Beispiel würde der Inspirierte also besonders furchtsam sein, wenn er Dämonen mit diesem Schwert bekämpfte.
Sekundäre Emotionen sind oft mit historischen Gegebenheiten verbunden. Im Fall von Überresten zeigen sich primäre und sekundäre Emotionen nur an bestimmten Orten. Das Betreten eines Überrestes hat nicht immer zur Folge, von der primären Emotion des Splitters überwältigt zu werden. Das Gefühl wird sich vielmehr in einem besonderen Raum offenbaren, in einem Korridor, einem Thron oder ähnlichem. Sekundäre Emotionen werden sich dagegen zumeist in bestimmten Momenten manifestieren, die mit ihrer Geschichte verbunden sind.
(Weiteres zu Splitteremotionen s. Magieregeln.)

Kräfte
In der Theorie sind die Kräfte der Splitter grenzenlos. Jeder Splitter kann die Inspiration einer oder mehrerer Personen der Flamboyanz enthalten. Nichtsdestoweniger hat jeder Splitter seine eigene Fähigkeit als eine Art "Signatur". Als Beispiel läßt sich wieder das Schwert betrachten, welches einem König zur Zeit der Eklipse gehörte. In diesem Fall beinhaltet der Splitter den Mut und möglicherweise sogar die Begabung des Königs. Das Schwert würde nun als Relikt bezeichnet werden und seinem Träger den Mut und die Begabung eines Königs verleihen. Aber dies bedeutet nicht, daß der Splitter eine echte Erinnerung hat, denn zum Zeitpunkt der Eklipse wurde die Erinnerung des Königs in einen Erleuchteten verwandelt, während seine angeborene emotionale Seite im Splitter konserviert wurde.
Somit hat ein Splitter keine echte Persönlichkeit. In der Tat sind seine Kräfte oft das Produkt von mehreren verschiedenen und überlappenden Inspirationen. Obwohl der Splitter magisch ist, ist er also kein lebendiger Stoff.
 

Erleuchtete (bzw. Luminare oder Ingenia)

Erleuchtete sind die konkrete Verkörperung einer Flamme. Ein Erleuchteter ist eine Person, deren drei Flammenaspekte den höchsten Grad erreicht haben; auf dieser Stufe von Seele, Körper und Geist wird ein Inspirierter zum Erleuchteten.
Ein Erleuchteter hat eine bestimmte Anzahl von Erinnerungen und Fähigkeiten der Vergangenheit behalten. Sogar seitdem sich die Erinnerungen der Toten von der Zeit der Eklipse an üblicherweise in Geister umwandeln, behalten Erleuchtete Spuren ihrer Vergangenheit. Jeder Erleuchtete kennt wenigstens ein wichtiges Ereignis seines Lebens, aber die meisten von ihnen sind gezwungen, ihre eigene Vergangenheit zu erforschen. Einige Glanzlose, die von der Natur der Erleuchteten wissen, versuchen, diese wegen ihres Wissens über die Vergangenheit zu jagen. Sie wurden zu sogenannten Luminarpirschern, zu begabten Söldnern, die nach Gerüchten über versteckte Schätze oder splitterreiche Orte suchen und ihnen nachgehen. Die fehlende Erinnerung eines Erleuchteten kann auch zu vielen Abenteuern für die Inspirierten führen, zum Beispiel könnte ein Erleuchteter, der einst reich war, eine Truppe auf die Suche nach seinen versteckten Schätzen schicken.
Die Fähigkeiten eines Erleuchteten sind genau jene, die er vor seinem Tod besaß, und er kann Askendanzmagie und die Magischen Künste nun ohne Hilfsmittel ausüben. Er behält auch alle Kräfte seiner Flamme und die damit verbundenen Vorteile, aber er ist nicht mehr länger in der Lage, ein Beschwörer zu sein, da er seine Finsternis und Perfidie in dem Moment verliert, in dem er zu einem Erleuchteten wird.

Die Ursprünge
Am Ende der Agonie erschufen die Musen den Seelenkern, das Königreich der Erleuchteten. Dieser magische Ort hielt die Flammen der Inspirierten und verewigte den Kreis der Wiedergeburt, den die Musen ersannen. Zur Zeit der Flamboyanz waren Erleuchtete bekannt und bewundert für ihrer Fähigkeiten. Heutzutage denkt man von ihnen als Götter.
Während der Eklipse fielen die Flammen, die zum Seelenkern aufstiegen, als Erleuchtete wieder auf Harmundia herab. In jenem Moment symbolisierte jeder Erleuchtete das von den Musen in jeder Flamme zurückgelassene Erbe, das nicht den Seelenkern erreichen konnte. Genau wie dieser Tag die Tänzer erschuf und die Erinnerungen der Inspirierten fortan zu Geistern werden ließ, so sind auch die Erleuchteten die Schöpfung der Musen. Für mehrere Jahrzehnte wanderten einige Erleuchtete durch Harmundia auf der Suche nach ihren Erinnerungen und nach der Essenz von Diurn, dem gefallenen Gott des Tages. Und sie versuchten intuitiv, die durch die Eklipse zerbrochenen Flammen neu zu bilden. Aber diese Aufgabe stellte sich als vergebens und gefährlich heraus. Viele Erleuchtete starben in diesen Jahren, manche von ihnen durch die Trauer, ohne Erinnerungen unvollständig zu sein. Doch andere gewöhnten sich an solch eine Existenz, und seitdem haben drei verschiedene Arten von Erleuchteten auf Harmundia nebeneinander existiert.

Die wandernden Erleuchteten
Die Berufung dieser Erleuchteten ist es, durch Harmundia zu wandern, um die Feinde der Musen zu bekämpfen und den Seelenkern wieder zu entschleiern. Jeder von ihnen hat eine vielschichtige Persönlichkeit, die die wahre Essenz eines Inspirierten ist. Die Glanzlosen halten diese Erleuchteten für die Erben der Götter oder wegen ihrer zahlreichen Begabungen auch für mysteriöse und manchmal unheilvolle Propheten.
Wandernde Luminare haben die Gestalt von leuchtenden Wesenheiten. Ihre ursprünglichen Körper - jene der letzten Inspirierten, welche die Flamme zum Zeitpunkt der Eklipse in sich trugen - sind umgeben von bläßlich blauem Schein. Die Mehrheit der wandernden Erleuchteten hat die Askendanzmagie und die Magischen Künste gemeistert und gelernt, unauffällig zu reisen. (Einige nehmen dafür die Gestalt von Greisen oder Tieren an.)
Diese Erleuchteten sind voller Weisheit und besonnen im Umgang mit ihren Gaben und Kräften. Ihre Aufgabe ist es, soviel Wissen wie nur möglich über die Unsterblichen zu sammeln, um die Pläne der Maske zu vereiteln, die Dame des Herbstes von seinem Einfluß zu befreien und damit die Verbindung zwischen Harmundia und dem Seelenkern wiederherzustellen.
Die wandernden Erleuchteten kämpfen aber nicht an vorderster Front gegen die Maske. Sie streben danach, Archivare des Wissens der Unsterblichen zu sein. Sie tun ihr bestes, ihr Wissen den Inspirierten und anderen zu vermitteln, welche die Maske direkter bekämpfen. Eine Truppe von Inspirierten mag daher im Verlauf ihrer Abenteuer auf einen wandernden Erleuchteten stoßen. Er wird normalerweise als Ratgeber erscheinen, wenn alles verloren scheint, oder als legendärer Krieger, der an ihrer Seite kämpft, wenn der Feind sie zu überwältigen droht. Wandernde Erleuchtete werden also, wenn sie in Erscheinung treten, Lehrer, Führer und Verbündete der Inspirierten sein.
Aber die wandernden Erleuchteten sind keine schützenden und allwissenden Wesen. Sie sind sicherlich mächtig, aber sie laufen, wie jeder andere Inspirierte, Gefahr, Opfer der Maske und seiner Verbündeten zu werden. Diese Erleuchteten ziehen es deshalb vor, im Herzen der Wälder zu verweilen, in Höhlen und Gräbern zu studieren, in Gestalt eines Adlers zu wandern und Harmundia zu beobachten, um das Geheimnis seiner Erlösung herauszufinden. Sie wissen auch, daß sie die Maske nicht allein besiegen können, daß sie die Inspirierten benötigen und daß der Kampf nur mit der Hilfe einer jeden Person Harmundias gewonnen werden kann. Aber aus diesem Grunde wird ihre Einstellung von den Glanzlosen manchmal mißverstanden.

Die neuen Erleuchteten
Neue Erleuchtete sind jene, die unabhängig von der Eklipse zu Erleuchteten wurden. Sie sind Inspirierte, die während ihres Todes zu Erleuchteten wurden, nachdem sie in jedem der drei Flammenaspekte den höchsten Grad erreicht hatten. Da es ihnen nicht möglich war, den Seelenkern zu erreichen, sind sie an Harmundia gebunden und schließen sich den anderen Erleuchteten im Kampf gegen die Maske an.
Nichtsdestoweniger unterscheidet sie etwas von den älteren wandernden Erleuchteten und den Gründerluminaren, weil ihre Philosophie radikal anders ist als jene der älteren. Verglichen mit der Weisheit und dem Studium, wie es von den Wandernden favorisiert wird, bevorzugen die neuen Erleuchteten direktes Engagement und Ringen. Sie versuchen, sich zu vereinen, um eine mächtige Armee zu gründen - eine Legion der Erleuchteten, fähig, die Maske in ihrem Lager zu besiegen.
Diese Meinung ist aber nicht einstimmig. Unter den neuen Erleuchteten bevorzugen einige den Weg der Wandernden. Sie klagen ihre aggressiveren Geschwister für ihre Kurzsichtigkeit an und für einen Kampf, der ihre Ressourcen verbraucht. Auf der anderen Seite denken die streitlustigen Erleuchteten, daß Harmundia dem Untergang entgegensteuere, daß seine Tage gezählt seien und sie selbst zu den Waffen greifen müßten, um die Maske und ihre Verbündeten zu bekämpfen. Sie bemühen sich, die Inspirierten vom Wert dieses Kampfes zu überzeugen, und tun, was sie können, um die besten unter ihnen anzuwerben, um ihnen zu helfen. Der transparente Schein dieser neuen Erleuchteten ist mit der Zeit rötlich geworden.

Die Gründererleuchteten
Unter den Erleuchteten haben einige das Bedürfnis, in Harmundia verwurzelt zu sein. Sie sind die bevorzugten Erben der Musen und verkörpern deren Suche nach Perfektion. Jeder dieser Erleuchteten besitzt in sich die Anlagen und die magischen Fähigkeiten eines zukünftigen Überrestes.
Die meisten dieser Luminare stammen aus der Zeit der Eklipse, denn es ist äußerst selten, daß ein neuer Erleuchteter das Bedürfnis verspürt, ein Gründer zu werden und einen Platz zu wählen, um in einen tiefen Schlaf zu fallen, in einen komatösen Zustand, der ihn in Einklang mit Harmundia bringt. Diese Plätze sind oft unzugänglich für Glanzlose, gut versteckt und sorgsam bewacht. Es mag eine Lichtung im Herzen eines tiefen Waldes sein, eine versteckte Höhle hinter einem Wasserfall oder sogar eine Krypta. In jedem Fall aber wird jener Platz zu einer magischen Stätte, wo der Erleuchtete nach und nach lernt, wie er sein Einfühlungsvermögen mit Harmundia und den ursprünglichen Kräften der Musen weiterentwickelt.
Sobald Inspirierte die Methode entdecken, einen Überrest (beispielsweise ein Heiligtum) zu begründen, zeigen sie die gleiche Kraft der Kreation wie die Gründerluminare. Es ist ihnen möglich, eine magische Architektur zu erschaffen, die den Raum formt und einem Überrest Leben einhaucht. Gründererleuchtete sind jedoch sehr selten und durch ihre Erkenntnisse äußerst wertvoll im Kampf gegen die Maske. Die Suche nach einem Gründerluminar wird stets eine der größten Herausforderungen für eine Truppe Inspirierter sein.
(Weiteres zu Erleuchteten s. Flamme und Heiligtümer.)


© Franck Achard / Julien Delval

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(Übers. v. Narr, bearb. v. JS)

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