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Die Reiche Harmundias

Heiliger Posten - Eine liturgische Domäne

Geschichte | Geographie | Bedeutende Personen | Intrigen | Sonstiges
 

Seid gegrüßt, Eminenz.
Der folgende Bericht kommt von einem unserer Brüder, der die höchsten Ränge der Liturgischen Provinz infiltriert hat. Er erwähnt Angelegenheiten militärischer Signifikanz die ziemlich Besorgnis erregend sind.
Wieder einmal zeigt uns der Feind seine Talente für Täuschung und Betrug. Auf den ersten Blick sieht nichts unpassend aus, doch die Lage ist kritisch und kann jederzeit kollabieren. Obwohl ich eurer Prioritäten gewahr bin, und der Pflichten der Inspirierten, die Euch in Eurem Kampf helfen, ist es von äußerster Dringlichkeit, dass jemand von uns in dieser Domäne agiert um wieder Ordnung darin herzustellen, was zu einem Trugbild seiner selbst geworden ist.
Fasst Euch ein Herz, mein Bruder! Und mögen die Musen Euch und den Euren in dem Kampf helfen, in den sie ihre Flamme heute trägt...
  Reich: Liturgische Provinz
Herrscher: Corentin von Siamee
Stärke: 5 Inspirierte, 8000 Glanzlose (Ungef. nur die Hälfte niedergelassen)
Körper: 7 / 3
Armee: 8
Verteidigung: 8
Einwohner: 7
Organisation: 7
Geist: 5 / 1
Finanzen: 8
Information: 5
Seele: 4 / 6
Magiepotential: 4
Diplomatie: 5
 

Geschichte

Weit von den Katastrophen gelegen, die die Zwielichtreiche in ihrer Geschichte durchgeschüttelt haben, blühte Heiliger Posten immer. Aber der Kreuzzug des Pontifex vor 35 Jahren, um Janrenia bei der Invasion Urgamands zu helfen, provozierte erneute Aktivitäten in all den stark militarisierten Gegenden des Reiches. Obwohl sie auf die Grenze der Provinz beschränkt waren, entkam Heiliger Posten nicht den Nachwirkungen des Kreuzzuges. Die Rückkehr der Kreuzritter nach ihrer Niederlage durch die Hand von Agone von Rundstein zwang den Pontifex, sein Militär zu reorganisieren. Viele kommandierende Offiziere wurden entlassen und durch jüngere, energischere Rivalen ersetzt. Diese Erneuerung war sehr vorteilhaft für Heiliger Posten, dessen alter Prälatabt, der Herr der Domäne, seinen Posten einem so ambitionierten wie effizienten Vikar überließ: Corentin von Siamee. Unter seiner Führung wurde die Militärverwaltung stark verbessert und eine kommerzielle Infrastruktur wurde aufgebaut, darunter Karawansereien und luxuriöse Gasthäuser, um reiche Händler auf ihrem Weg nach Abyme unterzubringen.

Ein turbulenter Wohlstand
Diese Optimierung des Potentials der Gegend ging nicht reibungslos vor sich, da der junge Prälat-Abt seine Karriere mit nicht genug Erfahrung begann. Die ruhige Benommenheit, die das Zeichen der Regierung seines Vorgängers war, drängte ihn, seine Position zu konsolidieren und seine Reformen mit anschaulichen Taten anzufangen. Dieses im Sinn, leitete er mit großem Aufwand den Verlauf eines unterirdischen Flusses um, um die Stadt mit Trinkwasser zu versorgen und wandelte sein ausgetrocknetes Bett in ein natürliches Abwassersystem um. Obwohl dieses Unternehmen viel dazu beitrug, Heiliger Posten zu reinigen, verwandelte es auch den umliegenden Wald in einen trügerischen Sumpf, da der umgeleitete Fluss ungehindert durch ihn hindurch fließt. Der Wald von Sankt Matthias, südlich der Stadt, ist heute ein sumpfiger und fast undurchdringlicher Platz, durch die unvorhergesehenen Nebeneffekte des Unternehmens ruiniert. Doch die Arbeit trug ihre Früchte und bis heute erfreut sich die Stadt an fließend Wasser und einem effektiven Abwassersystem.
Als die durch diese Affäre ausgelösten Unruhen sich schließlich gelegt hatten, trafen die verhängnisvolleren Folgen der kürzlichen Invasion Urgamands durch Janrenia die Provinz. Tausenden Flüchtlingen, die vor einigen Jahren vor dem Krieg geflohen sind, erhielten Zuflucht in dem Reich (dessen Autoriäten glücklich waren, so viele neue Seelen zur Konvertierung zu Sankt Neuvên Religion zu bekommen). Aber der vom Pontifex geführte Kreuzug und seine katastrophalen Ergebnisse für das Land verwiesen die Probleme dieser Unglücklichen hinter dringendere Angelegenheiten. Die überzählige Bevölkerung wurde in ungesunden Lagern in der ganzen Provinz angehäuft. In den nächsten paar Jahren wurden diese baufälligen Elendsviertel zu Brutstätten von Hungersnöten. Sporadisch traten Revolten auf und die Liturgische Armee - in der Agonie ihrer eigenen Reformen - hatte Schwierigkeiten, sie zu ersticken. Die Lage wurde noch schlechter als sich in den Lagern schreckliche Epidemien ausbreiteten und von dort dem ganzen Land die Pest brachte. Da es kein Lager hatte, blieb Heiliger Posten die Seuche erspart. Aber Corentin von Siamee nahm es auf sich, einem nicht weit von der Domäne im Hinterland liegendem Lager zu helfen. Geschickt ergriff er die Vorteile, die ihm diese Gelegenheit bringen könnte. Als erstes wurden die Überlebenden, meistens Waisenkinder, in der Abtei aufgezogen. Sie erhielten eine strenge Militärerziehung, die aus ihnen Elitesoldaten machte und von denen viele die Leibwache des Abtes wurden, ihm mit Körper und Seele ergeben. Als zweites wurde das ruinierte Lager wieder aufgebaut und mit Einverständnis des Pontifex von Heiliger Postern annektiert. Kolossale Arbeit wurde getan, um das Lager in ein Trauerpass genannten Dorf umzuwandeln, dessen Zweck es war, die Abtei im Fall einer Belagerung zu versorgen. Die meiste Arbeit bestand aus dem Bau eines Untergrundtunnels, der das Dorf mit der Abtei verbindet. Dieses gewagte Projekt brachte Heiliger Posten große Ehre und veranlasste einen Besuch des Pontifex selbst, aber er entfachte auch den Neid seiner Nachbarn. Ronand von Emvernilles verlor das Stück Land, wo sich das Lager befand, und er wurde vom Pontifex dafür streng ermahnt, die Krise nicht ordentlich bereinigt zu haben. Kein Wunder, dass er die Vikare von Heiliger Posten unterstützte, als sie fünf Jahre später gegen den Prälat-Abt revoltierten.
Von Emnervilles Versprechungen ermutigt versuchte eine kleine Gruppe von umstürzlerischen Vikaren Corentin von Siamee zu ermorden. Er wurde völlig überrascht und musste sich mit seiner Leibgarde in die Abwässerkanäle und Tunnel untgerhalb seiner Domäne zurückziehen. Da er dies vorhergesehen hatte, griff Ronand von Emnervilles ihn von hinten an indem er den Untergrund durch den den Trauerpasstunnel betrat. Der Prälat-Abt entkam nur dadurch, dass er sich in den hintersten Tiefen des Kavernennetzes verbarg. Seine Feinde hielten die Stadt für eine Woche. Aber als sie dabei waren, Corentins letzte Männer in den Tunneln zu erschlagen wurden sie von der Bevölkerung von Trauerpass verraten, die unter der Führung der örtlichen Bürgerschaft revoltierte. Die Herrschaft von Corentin von Siamee hat die Chargen der Händler und Wirte so sehr verbessert, dass sie in seinem Namen einen Aufstand anführten und es ihnen gelang, die Verräter aus der Domäne zu werfen.
Die unerwartete Wendung der Ereignisse beendete diese traurige Periode. Corentins Männer exekutierten die meisten der Verräter, obwohl ein paar entkamen oder begnadigt wurden. Der Prälat von Emnervilles kehrte in seine Domäne zurück, wo heute sein Sohn unter der genauen Prüfung der Inquisition herrscht. Die meisten der Bürgerlichen, die dem Prälat-Abt solche Treue bewiesen, wurden mit Preisen und Titeln belohnt und sind heute eine Macht, mit der bei der Verwaltung der städtischen Zivilangelegenheiten gerechnet werden muss.

Kürzliche Ereignisse
Seit der Revolte der Vikare sind sechs relativ ruhige Jahre vergangen. Auch wenn sie nicht völlig friedlich waren, behinderten in dieser Zeit keine größeren Schwierigkeiten die Funktion von Heiliger Posten.
Die Ruhe erlaubte es dem Prälat-Abt, seine Autorität über den Ort nochmals zu bestätigen. Zu diesem Zweck machte er sich daran, am Wald von Sankt Matthias im Süden der Domäne zu arbeiten. Dieses sumpfige Gebiet hatte einen unheimlichen Ruf und es kursierten schreckliche Geschichten. Er sandte die örtlichen Truppen aus, um, wie er sagte, "Matthias die Heiligkeit zurückzugeben, die ihm gehört." Die Wahrnehmung der Bevölkerung verlagerte sich sofort vom kürzlichen Aufstand, um sich auf die Vorkommnisse im Sumpf zu konzentrieren. Die Gruppen, die den Wald durchstreiften, stießen auf eine verlassene Kapelle, die aus der Zeit der Ankunft der Liturgisten stammte. Da sie nun eine kleine Gemeinschaft von Schwarzfeen beherbergte, hielt man sie für einen Schlupfwinkel für böse Hexen. Die Soldaten plünderten sie, erschlugen alle Schwarzfeen und fackelten das Gebäude ab, um das Feuer den Boden reinigen zu lassen.
Ab diesem Zeitpunkt wurden andere Jahreszeitlinge des Waldes sich bewusst. Ein Kobold namens Khewin und ein paar seiner Kompagnons begannen, die Reisenden oder die Bewohner des Ortes zu belästigen, die ohne Schutz in den Wald traten. Heute ist diese Bande von Gesetzlosen immer noch ein Stachel in Corentins Seite, da sie den Wald und die umliegenden Straßen gefährlicher machen, als sie vorher waren.
Schließlich versuchte vor weniger als zwei Jahren das Böse (was natürlich die Maske meint) einzudringen. Indem sie die Abwasserkanäle benutzten, um bis ins Herz der Stadt vorzudringen, richteten teuflische Kreaturen Schaden in Heiliger Posten an, da sie das Militär durcheinander brachten und ihren Brüdern aus den Hörnern so erlaubten, sich ihren Weg über die Mauer des Glaubens zu erkämpfen. Die Verluste waren hoch aber die bösartige Attacke wurde zurück geschlagen.
Trotz dieser wenigen unwillkommenen Ereignisse ist Heiliger Posten, dank 30 Jahren unter Corentin von Siamee, als beispielhafte Domäne in der ganzen Liturgischen Provinz anerkannt.

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(Übers. u. bearb. v. Alpman)

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